Blog

Die 16 besten ChatGPT-Prompts fürs Copywriting

16 ChatGPT-Prompts fürs Copywriting: Zielgruppe, Angebot, Einwände, Headlines, E-Mails, CTA und Redaktion – als kompletter Prozess.
Die 16 besten ChatGPT-Prompts fürs Copywriting
7 min read

Viele beginnen die Arbeit mit KI so: „Schreib mir einen Post über mein Produkt.“ Zurück kommt ein korrekter, glatter und vielleicht sogar veröffentlichbarer Text. Nur hat er weder Stil noch Funktion.

Beides gehört zum Kern des Copywritings. Ein Text ohne Stil und Funktion ist ein Text ohne Briefing – oder mit dem falschen. ChatGPT weiß nicht, zu wem du sprichst. Es kennt weder die Sorgen deiner Zielgruppe noch ihren Wissensstand oder den Moment ihrer Entscheidung. Es weiß auch nicht, woran du einen guten Text erkennst. Lässt du diese Lücken offen, füllt das Modell sie mit dem Durchschnitt des Internets. Und der Durchschnitt ist selten ein guter Copywriter.

Deshalb sollte eine Liste der besten Prompts nicht mit der Liste beginnen. Zuerst kommt die Frage: Was bedeutet hier überhaupt „am besten“? Ich verwende fünf Kriterien:

  1. Häufigkeit. Die Prompts helfen bei Aufgaben, die regelmäßig anfallen: Zielgruppe, Angebot, Headlines, Betreffzeilen, CTA, Posts, Anzeigen und Redaktion.
  2. Einfluss auf Entscheidungen. Der Text soll einen Klick, eine Anmeldung, eine Antwort, ein Gespräch, einen Kauf oder Vertrauen wahrscheinlicher machen.
  3. Qualität des Briefings. OpenAI, Anthropic, Google und Microsoft betonen Ziel, Kontext, Zielgruppe, Format, Grenzen und Beispiele.
  4. Iterierbarkeit. Ein guter Prompt liefert Material, das du kürzen, schärfen, umformatieren und anhand von Kriterien verbessern kannst.
  5. Widerstand gegen Beliebigkeit. Er begrenzt Allgemeinplätze, leere Begeisterung, zu große Versprechen und Texte „für alle“.

Die 16 Prompts bilden einen Prozess. Zuerst entstehen Zielgruppenprofil und Angebotsprofil. Danach dienen beide als fester Kontext. Die Grundlage bilden der Value Proposition Canvas, die Praxis der Buyer Personas und CRIT: Context, Role, Interview, Task. Bei den ersten beiden Profilen soll KI nicht raten, sondern die Person befragen, die das Geschäft kennt.

1. Interaktiver Prompt für ein Zielgruppenprofil

„Frau, 30 bis 45, Großstadt“ hilft selten bei einer guten Headline. Wichtiger ist, was diese Person erreichen will, wovor sie sich fürchtet, wie sie über das Problem spricht und was ihre Suche auslöst.

Prompt
CRIT: Erstelle durch ein Interview ein Zielgruppenprofil.

## Kontext (Context):
Wir arbeiten an der Marketingkommunikation für [Produkt/Dienstleistung/Kategorie].
Das Zielgruppenprofil soll als festes Briefing für Headlines, CTA, E-Mails, Posts, Landingpages und Anzeigen dienen.

## Rolle (Role):
Agiere als Marketingstratege und Kundenforscher. Nutze Jobs-to-be-Done, Buyer Personas und das Customer Profile aus dem Value Proposition Canvas. Erfinde keine Fakten. Gewinne das Wissen aus dem Gespräch und trenne Fakten klar von Annahmen.

## Interview:
Stelle deine Fragen in vier Runden, nicht alle auf einmal.

Runde 1 – Segment und Kontext:
- Wer kauft oder entscheidet gewöhnlich?
- In welcher beruflichen oder privaten Situation befindet sich diese Person?
- Was bringt sie dazu, nach einer Lösung zu suchen?

Runde 2 – Jobs, Pains, Gains:
- Welche funktionale Aufgabe will sie erledigen?
- Wie will sie sich nach der Lösung fühlen?
- Wie will sie von anderen gesehen werden?
- Was frustriert, bremst oder blockiert sie?
- Welches Ergebnis wäre für sie ein Erfolg?

Runde 3 – Entscheidung und Einwände:
- Was befürchtet sie vor Kauf, Anmeldung oder Gespräch?
- Welche Alternativen erwägt sie?
- Woran erkennt sie, dass das Angebot passt?
- Was könnte sie an der Kommunikation abschrecken?

Runde 4 – Kundensprache:
- Mit welchen Worten beschreibt sie ihr Problem?
- Welche Sätze hörst du in E-Mails, Gesprächen, Kommentaren oder Umfragen?
- Welche Begriffe benutzt das Unternehmen, die ein Kunde kaum sagen würde?

Fasse nach jeder Runde die Antworten zusammen, nenne die Lücken und gehe erst dann weiter.

## Aufgabe (Task):
Erstelle danach das Zielgruppenprofil:
1. Praktischer Segmentname, z. B. „Inhaber eines kleinen Dienstleistungsbetriebs“, nicht „Ambitionierte Anna“.
2. Berufliche oder private Situation.
3. Jobs-to-be-Done: funktional, emotional und sozial.
4. Probleme und Reibung.
5. Einwände.
6. Erwartete Vorteile und positive Überraschungen.
7. Entscheidungsmoment.
8. Zehn Sätze in echter Kundensprache.
9. Entscheidungskriterien.
10. Wörter, Versprechen und Tonlagen, die zu vermeiden sind.

Sei konkret. Kennzeichne Unbekanntes als Annahme, nicht als Tatsache.

Warum: Ohne belastbares Profil simulieren die nächsten Prompts nur Präzision. Anpassung: Füge Forschung, Kommentare oder Gesprächsprotokolle ein und lass zuerst Fakten extrahieren; Fragen sollen nur die Lücken betreffen.

2. Interaktiver Prompt für ein Angebotsprofil

Unternehmen beschreiben Module, Funktionen, Zugang und Boni. Kunden wollen wissen, was sich dadurch in ihrer Arbeit oder ihrem Leben verändert. Auch hier soll KI fragen, nicht erfinden.

Prompt
CRIT: Erstelle durch ein Interview ein Angebotsprofil.

## Kontext:
Wir haben bereits dieses Zielgruppenprofil:
[Zielgruppenprofil aus Prompt 1 einfügen]

Jetzt brauche ich ein Angebotsprofil als festes Briefing für die weiteren Copywriting-Prompts.

## Rolle:
Agiere als Angebotsstratege und Redakteur für Verkaufskommunikation. Nutze die Value Map des Value Proposition Canvas: Produkte und Dienstleistungen, Pain Relievers und Gain Creators. Erfinde keine Eigenschaften, Beweise oder Versprechen.

## Interview:
Stelle Fragen in vier Runden.

Runde 1 – Was verkaufen wir?
- Was umfasst Produkt oder Dienstleistung genau?
- Wie läuft die Leistungserbringung ab?
- Was erhält der Kunde nach Kauf oder Anmeldung?
- Welche Varianten, Preise, Grenzen oder Bedingungen gibt es?

Runde 2 – Wertmechanismus:
- Welche Probleme aus dem Zielgruppenprofil verringert das Angebot?
- Wie tut es das?
- Welche Vorteile erzeugt es?
- Was ist Methode, System, Vorsprung oder Erfahrung?

Runde 3 – Beweise und Grenzen:
- Welche Daten, Fallstudien, Aussagen, Beispiele oder Erfahrungen belegen die Wirkung?
- Was verspricht das Angebot nicht?
- Für wen ist es ungeeignet?
- Welche Erwartungen müssen ehrlich geklärt werden?

Runde 4 – Unterschied und Entscheidung:
- Welche Alternativen erwägt der Kunde?
- Warum sollte er dieses Angebot statt einer Alternative oder Untätigkeit wählen?
- Welche Elemente sind aus Kundensicht am wichtigsten?
- Welche sind eher für das Unternehmen wichtig?

Fasse nach jeder Runde zusammen, nenne fehlende Details oder Beweise und gehe dann weiter.

## Aufgabe:
Erstelle das Angebotsprofil:
1. Ein-Satz-Beschreibung: Was, für wen und wozu?
2. Produkte, Dienstleistungen und konkrete Bestandteile.
3. Pain Relievers: verringerte Probleme, Reibung und Risiken.
4. Gain Creators: erwartete und überraschende Vorteile.
5. Wirkmechanismus: Methode, Prozess oder Vorsprung.
6. Glaubwürdigkeitsbelege.
7. Ehrliche Grenzen und ungeeignete Zielgruppen.
8. Wichtigster Unterschied zu Alternativen und Untätigkeit.
9. Fünf stärkste Argumente in Reihenfolge.
10. Drei kurze Nutzenversprechen: konkret, emotional und geschäftlich.

Ergänze keine unbelegten Versprechen. Markiere Annahmen.

Warum: Du arbeitest danach mit einer Wertkarte statt mit einer losen Produktbeschreibung. Anpassung: Vergleiche beide Profile und zeige ungelöste Probleme, unbelegte Vorteile und unklare Elemente.

3. Prompt für Einwände und Verkaufsfragen

Ein Einwand ist kein Gegner. Er zeigt, dass Beweis, Erklärung oder Sicherheit fehlen.

Prompt
Erstelle aus Zielgruppenprofil und Angebotsprofil eine Einwandkarte.

## Ziel:
Ich will erkennen, was eine Entscheidung verhindert und welcher Inhalt darauf antworten kann.

## Rolle:
Agiere als Verkaufsstratege. Behandle Einwände als reale Informationen über Entscheidungen, nicht als Ausreden.

## Zielgruppenprofil:
[Zielgruppenprofil einfügen]

## Angebotsprofil:
[Angebotsprofil einfügen]

## Ausgabeformat:
Tabelle: Einwand, Ursache, Kundensprache, beste Antwort, bestes Content-Format.

Liste die zehn wichtigsten Einwände. Nenne jeweils:
1. Ursache: Vertrauen, Zeit, Preis, Risiko, Missverständnis, schlechte Erfahrung, fehlende Dringlichkeit oder anderes.
2. Formulierung in Kundensprache.
3. Antwort durch Argument, Beweis, Beispiel, Garantie, Vergleich oder Klärung.
4. Passendes Format: Post, FAQ, E-Mail, Landingpage, Fallstudie oder Anzeige.

Verharmlose keinen Einwand.

Warum: Ein guter Text kann auf eine Frage antworten, die niemand stellt. Anpassung: Formuliere zu einem Einwand fünf Antworten: sachlich, empathisch, direkt, mit Beispiel und mit Beweis.

4. Prompt für Kundensprache

Kunden wollen sich wiedererkennen. Unternehmen möchten oft die polierte Sprache interner Präsentationen sehen. Das ist nicht dasselbe.

Prompt
Übertrage die folgenden Aussagen aus Unternehmenssprache in Kundensprache.

## Ziel:
Der Text soll wie eine Antwort auf ein echtes Problem klingen, nicht wie eine interne Beschreibung.

## Rolle:
Agiere als Redakteur für Kundensprache. Entferne Unternehmensjargon und ersetze ihn durch Wörter, die die Zielgruppe tatsächlich benutzen könnte.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

## Aussagen des Unternehmens:
[Produktbeschreibung, Angebot oder Landingpage einfügen]

## Ausgabeformat:
Tabelle: Unternehmensversion, Kundenversion, Änderung und Begründung.

Vermeide: innovativ, ganzheitlich, effektiv, professionell, höchste Qualität. Ersetze Abstraktionen durch konkrete Situationen.

Warum: Schwaches Marketing hat selten ein Grammatikproblem. Es wurde nur aus dem falschen Kopf geschrieben. Anpassung: Nutze echte Kundenzitate als Wörterbuch, ohne sie wörtlich zu kopieren.

5. Prompt für einen Kommunikationswinkel

Dasselbe Produkt lässt sich über Zeitgewinn, Ruhe, Kontrolle, Ehrgeiz, Verlustangst oder soziale Bewährtheit erzählen. Alles gleichzeitig ergibt eine Botschaft, die in alle Richtungen zieht.

Prompt
Finde zehn Kommunikationswinkel.

## Ziel:
Ich will eine Perspektive wählen, bevor ich Post, Anzeige oder Landingpage anfordere.

## Rolle:
Agiere als Kommunikationsstratege. Unterscheide die Winkel nach Versprechen, Emotion und Anwendungsfall – nicht nur nach Wortwahl.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

## Ausgabeformat:
Tabelle mit Name, Ein-Satz-These, Emotion, Beispiel-Headline, beantwortetem Einwand, passender und unpassender Situation.

Wiederhole nicht dasselbe Versprechen mit anderen Worten.

Warum: Vor dem Schreiben sollte klar sein, was der Text beweisen soll. Anpassung: Bewerte die drei stärksten Winkel für eine kalte Zielgruppe nach Klarheit, Glaubwürdigkeit, Problemstärke und Unterschied zum Wettbewerb.

6. Prompt für ein Nutzenversprechen

Ein Nutzenversprechen ist kein hübscher Satz über einem Formular. Es beantwortet: Warum diese Lösung statt Wettbewerber oder „mache ich später“?

Prompt
Schreibe aus Zielgruppenprofil und Angebotsprofil ein Nutzenversprechen.

## Ziel:
Eine kurze Aussage, die Problem, Angebotsmechanismus und Glaubwürdigkeitsbeleg verbindet.

## Rolle:
Agiere als Positionierungsstratege. Jede Version muss konkret, glaubwürdig und im Zielgruppenprofil verankert sein.

## Ausgabeformat:
Tabelle mit fünf Varianten und Begründung:
1. die konkreteste,
2. die emotionalste,
3. die geschäftlichste,
4. die einfachste über einem Formular,
5. die schärfste für eine Anzeige.

Erkläre pro Variante: Problem, versprochener Vorteil, benötigter Beweis und strategische Entscheidung.

Warum: Ohne Nutzenversprechen entstehen schöne Sätze ohne gemeinsame Zusage. Anpassung: Kürze jede Variante auf zwölf Wörter und mache sie danach weniger werblich.

7. Prompt für Transformations-Headlines

Eine Headline muss nicht das Produkt beschreiben. Oft ist es besser, die gewünschte Veränderung zu benennen.

Prompt
Schreibe zwölf Transformations-Headlines.

## Ziel:
Varianten, die eine für die Zielgruppe wichtige Veränderung zeigen.

## Rolle:
Agiere als Direct-Response-Copywriter. Schreibe klar, testbar und auf Grundlage einer konkreten Veränderung.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

## Ausgabeformat:
Zwölf Headlines. Nenne jeweils das Problem oder Ergebnis aus den Profilen.

## Struktur:
Von [heutigem Problem/heutiger Situation] zu [gewünschtem Ergebnis] in [Zeit/Kontext/Umfang].

## Regeln:
- Keine unbelegbaren Ergebnisse.
- Nutze Probleme und Vorteile aus den Profilen.
- Keine leeren Adjektive.
- Jede Headline muss ohne Zusatzkontext funktionieren.

Warum: Flache Headlines verraten häufig ein tieferes Problem im Angebot. Anpassung: Erstelle vorsichtige, mutige und A/B-testbare Sätze; kürze die besten auf acht Wörter.

8. Prompt für Hooks – die ersten Sätze

In Social Media und E-Mails übernimmt der erste Satz oft die Arbeit der Headline. Er muss nicht verkaufen, sondern ohne Clickbait den Scroll stoppen.

Prompt
Schreibe zwanzig eröffnende Hooks.

## Ziel:
Verschiedene Wege testen, im ersten Satz Aufmerksamkeit zu gewinnen.

## Rolle:
Agiere als Redakteur für Social Media und Newsletter. Suche nach Aufmerksamkeit ohne Clickbait.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

Thema: [Beschreibung]
Plattform: [LinkedIn/Newsletter/Instagram/Blog]
Textziel: [Information/Verkauf/Diskussion/Anmeldung]
Hauptthese: [Aussage]

## Ausgabeformat:
Vier Kategorien, jeweils mit kurzer Absicht:
1. Spannung: Konflikt oder Problem.
2. Gegenintuition: Widerspruch zur verbreiteten Meinung.
3. Konkrete Szene aus dem Leben der Zielgruppe.
4. Filterfrage: Die richtige Person denkt „Das bin ich“.

Nutze Headline Hacks, wo sie passen. Der Hook muss aus dem tatsächlichen Inhalt folgen.

Warum: Du kennst den ganzen Text, der Leser zunächst nur die erste Zeile. Anpassung: Baue drei Hooks als LinkedIn-Post, Newsletter-Betreff und Anzeigenheadline aus.

9. Prompt für E-Mail-Betreffzeilen

Der Betreff braucht einen Öffnungsgrund, darf aber nicht mehr versprechen als die E-Mail hält. Zu verkäuferisch klingt automatisiert, zu geheimnisvoll nach Trick.

Prompt
Schreibe zwanzig Betreffzeilen für eine E-Mail über [Thema/Angebot].

## Ziel:
Verschiedene Öffnungsgründe ohne Clickbait testen.

## Rolle:
Agiere als E-Mail-Marketer. Versprich konkreten Wert, ohne das Vertrauen in den Absender zu beschädigen.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

Beziehung: [neuer Abonnent/Kunde/Webinar-Lead/alte Liste]
Ziel: [Öffnung/Klick/Antwort/Kauf]
Unzulässige Versprechen: [Grenzen]
Markenton: [Beschreibung]

Gruppen: konkreter Vorteil, Neugier ohne Clickbait, bekanntes Problem, gegenintuitive These, einfacher persönlicher Betreff.

Nutze unter den Vorschlägen den Namen, eine Frage oder Aufforderung und ein Emoji. Ergänze immer einen Preheader.

Warum: Getestet wird der Grund für den Klick, nicht nur der Klang. Anpassung: Verwirf alles, was nach Marketingautomatisierung klingt, und behalte die fünf menschlichsten Versionen.

10. Prompt für ein CTA, das einen Einwand beantwortet

„Hier klicken“ sagt kaum mehr als die Beschriftung eines Buttons. Ein gutes CTA verringert das letzte Risiko oder den letzten Zweifel.

Prompt
Schreibe fünfzehn CTA, die jeweils einen konkreten Einwand beantworten.

## Ziel:
Das CTA soll die Handlung benennen und die letzte Reibung vor der Entscheidung verringern.

## Rolle:
Agiere als Conversion-Copywriter. Behandle das CTA als letzten Satz des Gesprächs vor der Entscheidung.

Zielgruppenprofil: [einfügen]
Angebotsprofil: [einfügen]
Handlung: [Anmeldung/Kauf/Download/Gespräch/Antwort]
Einsatzort: [Button/Landingpage/E-Mail/Post/Anzeige]

## Ausgabeformat:
Tabelle: Einwand, CTA, unterstützender Satz, Grund für die verringerte Reibung.

Der Buttontext hat höchstens vier Wörter. Erzeuge keinen Druck ohne echten Grund für Dringlichkeit.

Warum: Genau am CTA meldet sich der letzte Einwand. Anpassung: Schreibe Varianten für kalte Interessenten, warme Leads und kaufbereite Personen.

11. Prompt für einen lehrreichen Post

Ein lehrreicher Post ist keine Wikipedia-Zusammenfassung. Er liefert eine Unterscheidung, die den Blick auf das Problem verändert.

Prompt
Schreibe einen lehrreichen Post über [Thema] für [Plattform].

## Ziel:
Eine neue Unterscheidung statt einer Liste offensichtlicher Ratschläge.

## Rolle:
Agiere als Bildungsredakteur. Wähle Punkte, die das Denken des Lesers wirklich ordnen.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

Bekanntes Wissen: [offensichtliche Punkte]
Neue Perspektive: [These]
Ziel: [Anmeldung/Kommentar/Teilen/Autorität]
Ton: [Beschreibung]

## Ausgabeformat:
Fertiger Post plus separate Liste der fünf Strukturpunkte.

## Struktur:
1. Hook mit dem Problem.
2. Fünf nicht offensichtliche Punkte.
3. Erklärung und Beispiel nach jedem Punkt.
4. Kurzes CTA.

Keine Ratschläge, die der Leser ohne den Post erraten könnte.

Warum: Bildung schafft Vertrauen, wenn sie Denken ordnet. Anpassung: Verwandle den Post in ein Karussell aus acht Slides.

12. Prompt für eine Transformationsgeschichte

In einer Fallstudie wollen Menschen nicht nur sehen, was dein Unternehmen getan hat. Sie wollen sich die Veränderung selbst vorstellen. Dafür dient Before-After-Bridge.

Prompt
Schreibe eine Transformationsgeschichte nach Before-After-Bridge.

## Ziel:
Veränderung im Zeitverlauf zeigen, ohne das Versprechen zu übertreiben.

## Rolle:
Agiere als Storytelling-Copywriter. Zeige Veränderung durch Szenen, Verhalten und Details statt Behauptungen.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

Hauptfigur: [Kunde/Persona/ich als Autor]
Format: [Post/E-Mail/Landingpage/Fallstudie]
Ton: [Beschreibung]

## Ausgabeformat:
Fertiger Text plus Aufschlüsselung: Before, After, Bridge, CTA.

## Regeln:
- Beginne mit einer Szene.
- Before basiert auf Problemen des Zielgruppenprofils.
- After basiert auf Vorteilen des Angebotsprofils.
- Bridge basiert auf dem Wirkmechanismus.
- Keine Wirkung ohne Beweis übertreiben.
- CTA an die Transformation anbinden.

Warum: Eine Geschichte verkauft durch Veränderung, nicht durch eine Argumentliste. Anpassung: Erstelle eine persönliche, geschäftliche und emotionalere Version bei identischen Fakten.

13. Prompt für A/B-Varianten

Varianten sind nur sinnvoll, wenn sie unterschiedliche Hypothesen testen. Acht Umschreibungen derselben Idee sind kein strategischer Test.

Prompt
Erstelle A/B-Varianten einer Botschaft.

## Ziel:
Unterschiedliche Kommunikationshypothesen testen, nicht nur Formulierungen.

## Rolle:
Agiere als Growth Marketer. Jede Variante testet eine andere Motivation der Zielgruppe.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

Element: [Headline/CTA/Betreff/Anzeigenauftakt]
Ziel: [Klick/Anmeldung/Kauf/Antwort]

## Ausgabeformat:
Tabelle: Variante, Hypothese, Emotion oder Motivation, Risiko, Einsatzzeitpunkt.

Erstelle acht Varianten: Zeitgewinn, Verlustangst, Ehrgeiz, Ruhe oder Kontrolle, soziale Bewährtheit, Neugier, konkrete Zahl oder Tatsache, direkte Problemlösung.

Formuliere jeweils: „Diese Variante funktioniert, wenn die Zielgruppe …“

Warum: Ein guter A/B-Test beantwortet eine strategische Frage. Anpassung: Behalte die drei Varianten, die sich am stärksten unterscheiden.

14. Prompt für Angebotskommunikation

Ein Angebot klingt oft wie eine Teileliste. Kunden kaufen aber nicht Modul, Workbook und Bonus, sondern die Veränderung, die diese Bestandteile erleichtern. Hilfreich ist Merkmal – Funktion – Nutzen.

Prompt
Überarbeite die Angebotsbeschreibung so, dass jedes Element mit einem Kundennutzen verbunden ist.

## Ziel:
Angebotselemente in die Sprache der Kundenentscheidung übersetzen.

## Rolle:
Agiere als Angebotsstratege und Verkaufscopywriter.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

## Angebotsbestandteile:
[einfügen]

## Ausgabeformat:
Tabelle: Merkmal, Funktion, Nutzen, Verkaufssatz.

1. Merkmal: Was erhält der Kunde?
2. Funktion: Wozu dient es?
3. Nutzen: Was verändert es praktisch?
4. Satz für eine Landingpage.

Nutze „Du sparst Zeit“ nur, wenn du konkret erklärst, wodurch.

Warum: Angebotsinhalt wird zur Entscheidungsgrundlage. Anpassung: Ordne die Elemente nach ihrem Wert für den Kunden.

15. Prompt für eine Verkaufs-E-Mail nach PAS

PAS bedeutet Problem – Agitate – Solution. Zuerst wird das Problem benannt, dann seine ehrlichen Folgen, zuletzt die Lösung. Agitate heißt nicht Angst machen, sondern unterschätzte Konsequenzen sichtbar machen.

Prompt
Schreibe eine Verkaufs-E-Mail nach dem PAS-Modell.

## Ziel:
Eine Spannungslinie: Problem, Folge, Lösung.

## Rolle:
Agiere als Copywriter für Verkaufs-E-Mails. Schreibe konkret, ohne manipulativen Druck und ohne Nebenhandlungen.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

CTA: [erwartete Handlung]
Ton: [Beschreibung]

## Ausgabeformat:
Betreff, Preheader, E-Mail bis 300 Wörter, CTA und kurze Begründung der Struktur.

## Struktur:
- Betreff,
- Preheader,
- Problem,
- Folge,
- Lösung,
- ein CTA.

Warum: PAS hält eine Linie, statt Argumente in einen Sack zu werfen. Anpassung: Erzeuge eine weniger verkäuferische Newsletter-Version oder eine Version für Webinar-Leads.

16. Prompt für eine Redaktion nach Kriterien

Zum Schluss mein Favorit: die vollständige Redaktion. KI übernimmt gern fremde typografische Gewohnheiten. Deshalb braucht der letzte Prompt ausdrückliche Kriterien für Klarheit, Konkretheit, Glaubwürdigkeit, Rhythmus, CTA und deutsche Typografie.

Die Liste Wikipedia: Signs of AI writing eignet sich als Risikocheckliste, nicht als starres Gesetz.

Prompt
Bewerte und verbessere den folgenden Text anhand von Copywriting-Kriterien.

## Ziel:
Ich will eine Redaktion nach klaren Kriterien, kein vages „Mach es besser“.

## Rolle:
Agiere als leitender Redakteur für deutschsprachiges Copywriting und KI-gestützte Texte.

## Zielgruppenprofil:
[einfügen]

## Angebotsprofil:
[einfügen]

## Text:
[einfügen]

Kanal: [Beschreibung]
Markenton: [Beschreibung]

## Ausgabeformat:
Bewertungstabelle, fünf schwächste Stellen, überarbeitete Fassung und Änderungsliste.

Bewerte von 1 bis 5:
1. Klarheit: Ist das Thema sofort erkennbar?
2. Konkretheit: Gibt es Situationen, Zahlen und Details?
3. Relevanz: Spricht der Text das Problem der Zielgruppe an?
4. Glaubwürdigkeit: Sind die Versprechen belegbar?
5. Rhythmus: Liest sich der Text gut?
6. CTA: Ist der nächste Schritt klar?
7. Typografie: Stimmen deutsche Anführungszeichen „…“, das echte Auslassungszeichen …, Gedankenstriche, Bindestriche und Abstände?
8. KI-Stil: Gibt es zu viele Allgemeinplätze, künstliche Ausgewogenheit, Wiederholungen oder andere Muster aus „Wikipedia: Signs of AI writing“?

Danach:
- Nenne die fünf schwächsten Stellen.
- Erkläre das Problem.
- Liefere eine überarbeitete Fassung.
- Liste inhaltliche Änderungen und typografische Korrekturen getrennt auf.

Warum: Gute Arbeit mit KI beginnt oft erst, wenn ein erster Entwurf zerlegt werden kann. Anpassung: Ergänze dein eigenes Kriterium: „Klingt das nach unserer Marke?“, „Ist etwas übertrieben?“, „Kann man das laut sagen?“

Drei Techniken zum Verbessern von Prompts

  1. Prompt-Ketten. Erstelle erst Zielgruppenprofil, dann Angebotsprofil, danach Einwände, Winkel, Headlines und Redaktion.
  2. Meta-Prompt. Wenn du nicht weißt, wie du fragen sollst, lass dir zunächst einen Prompt bauen.
  3. Iteration anhand von Kriterien. Nicht „besser“, sondern kürzer, konkreter, weniger verkäuferisch, ohne Jargon, mit Beispiel oder in anderem Ton.

Die besten ChatGPT-Prompts fürs Copywriting sind keine Zaubersprüche. Sie zwingen dich zu einem guten Briefing, machen Annahmen sichtbar und erlauben echte Überarbeitung.

Forschung hinter der Struktur

  • Strategyzer verbindet Customer Profile und Value Map: Jobs-to-be-Done, Pains, Gains, Produkte, Pain Relievers und Gain Creators.
  • HubSpot baut Buyer Personas auf Daten, Zielen, Motivationen, Verhalten und Kaufkriterien statt auf Demografie.
  • OpenAI Academy verbindet Aufgabe, Kontext und ideales Ergebnis; das OpenAI Help Center nennt Format, Stil, Länge und Beispiele.
  • Anthropic beginnt mit Erfolgskriterien und klaren, schrittweisen Anweisungen.
  • Google nennt Persona, Aufgabe, Kontext und Format; Microsoft Ziel, Kontext, Quelle und Erwartungen.

Die Kernaussage: Gute Prompts sind keine Einwegvorlagen, sondern Werkzeuge für einen wiederholbaren Prozess.

Willst du prompten wie ein Copywriter?

Diese Prompts funktionieren als Prozess. Mein Workshop AI Copywriting behandelt Prompts deshalb wie kreative Briefings: mit Zielgruppenpsychologie, Copywriting-Modellen, Textstruktur und Redaktion.

Workshops ansehen. Live-Workshops finden auf Englisch statt; Materialien können nach Absprache lokalisiert werden.

Paul Skah

Autor

Paul Skah

Markenstratege, Autor und Redner. Seit 20 Jahren helfe ich Unternehmen, starke Marken durch Storytelling, Gamification und Konsumentenpsychologie aufzubauen.

Newsletter

Mehr Texte dieser Art?

Eine brauchbare Idee nach der anderen — über Marken, Entscheidungen, Geschichten und KI. Geschrieben, wenn es etwas zu entwickeln gibt, nicht um einen Kalender zu füllen.